Deutschland

Ein Lied für Madrid

Deutschland

Halle

HR TV-Studio 2

Ort

Frankfurt/M.

TV-Sender

Hessischer Rundfunk

Datum

22. Februar 1969

Moderation

Marie-Louise Steinbauer

Hans-Otto Grünefeldt, Fernsehprogrammdirektor des Hessischen Rundfunks und als ARD-Unterhaltungskoordinator verantwortlich für die Nominierung des deutschen Beitrages, forderte bundesweit die 30 erfolgreichsten Autoren auf, Lieder für den Song Contest einzureichen. Es lagen schließlich 45 Anmeldungen vor, aus denen eine Fachjury zwölf Lieder auswählte. Alexandra, Rex Gildo, Siw Malmkvist und Peggy March sollten jeweils drei Lieder singen. Alexandra verzichtete jedoch auf ihre Teilnahme, so dass im Finale am 22. Februar 1969 im Fernsehstudio 2 des Hessischen Rundfunks nur neun Titel ins Rennen gingen. Elf Juroren ermittelten in zwei Phasen den Siegertitel. In einer ersten Wertung wurde das beste Lied des/der jeweiligen Interpret*in bestimmt. In einer Finalrunde wurden dann die drei verbliebenen Songs noch einmal bewertet. Jeder Juror durfte in der ersten Runde jeweils nur einem der drei Titel seine Stimme geben.Im Superfinale musste jeder Juror seinen Favoriten benennen.

Finale
Startnr.Interpret*in / Titel / Komp. / TextPunktePlatz
1.Siw Malmkvist
"Dein Comeback bei mir"
Heinz Gietz / Kurt Feltz
27.
2.Rex Gildo
"Lady Julia"
Werner Scharfenberger / Kurt Feltz
44.
3.Peggy March
"Karussell meiner Liebe"
Werner Scharfenberger / Kurt Feltz
18.
4.Siw Malmkvist
"Melodie"
Heinz Korn
44.
5.Rex Gildo
"Die beste Idee meines Lebens"
Eric Hein / Kurt Hertha
71.
6.Peggy March
"Aber die Liebe bleibt bestehen"
Günter Sonneborn / Heinz Korn
44.
7.Siw Malmkvist
"Primaballerina"
Hans Blum
53.
8.Rex Gildo
"Festival der jungen Liebe"
Gerhard Jussenhoven / Horst Heinz Henning
09.
9.Peggy March
"Hey, das ist Musik für mich"
Heinz Korn
62.
Superfinale
1.“Primaballerina”71.
2.“Die beste Idee meines Lebens”03.
3.“Hey, das ist Musik für mich”42.
Siw Malmkvist Sie ist eine der erfolgreichsten Sängerinnen der 1960er Jahre. Die in Landskrona in der Nähe von Malmö am 31. Dezember 1936 geborene schwedische Sängerin gewann 1964 mit "Liebeskummer lohnt sich nicht" die deutschen Schlagerfestspiele. Bereits 1962 belegte sie beim gleichen Wettbewerb mit dem Song "Die Wege der Liebe sind wunderbar" den zweiten Platz. Ihre Karriere begann aber viel früher und nur durch Zufall. 1960 vertrat sie ihre Heimat beim Song Contest in London, 1968 gewann sie erneut mit "Harlekin" die Schlagerfestspiele, und ein Jahr später sang sie für Deutschland in Madrid "Primaballerina". In den 1970ern wurde es etwas ruhiger um sie. Sie ist aber noch heute ein gern gesehener Gast bei vielen Fernsehevents. Sie hat zwei Söhne und lebt mittlerweile in Stockholm. Zusammen mit Wencke Myhre und Gitte Haenning feierte sie große Erfolge mit einer Bühnentournee.

© ECG e. V. / MS

Jurymitglieder:

© ECG e. V. / MS

Klaus Wüsthoff (Dt. Komponistenverband)
Norbert Schulte (Dt. Komponistenverband)
Hans Hee (Dt. Textdichterverband)
Hans Bradtke (Dt. Textdichterverband)
Walter Friedrich (AG Schallplatte)
Wolfgang Kretschmar (AG Schallplatte)
Harald Fock (Unterhaltungschef NDR)
Hannes Hoff (Unterhaltungschef WDR)
Hans Hirschmann (Unterhaltungschef SWF)Edwin Friesch (Unterhaltungschef SDR)
Rudi Franz (Kapellmeister der Städtischen Bühnen Frankfurt)

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